Da ich gerade bei meinen Eltern zu Besuch war und genau an diesem Wochenende der Ultra-Marathon in Bottrop war, bot es sich an diesen auch zu laufen. Mein alter Laufkumpel Ultra-Roland wollte auch kommen aber „nur“ den Marathon laufen. Wie immer hatte ich schlecht geschlafen und nach der Erkältung von letzter Woche, hatte ich starke Zweifel an meiner Form. Nicht zu unrecht.
Vor dem Start hatte ich noch Beates Schwester Moni getroffen, was für ein Zufall, sie kommt aus dem Westerwald und ich vom Bodensee. Und zusammen laufen wir im Ruhrgebiet… Die Welt ist wirklich klein.
Schon auf dem ersten Kilometer merkte ich, dass das heute wohl nichts wird. Die Beine waren recht schwer und fühlten sich nicht wirklich gut an. Ich wollte eigentlich unter vier Stunden laufen. Das erste Viertel schaffte ich in 61 min, da war ich noch fast im Plan. Die 25 km habe ich in 2:03:30 geschafft, schon drüber. Das dritte Viertel habe ich in 3:07 passiert und die Marathon-Marke dann bei ca. 3:33h. Da wusste ich schon längst das das nicht mehr klappt. Ins Ziel bin ich dann in 4:14:24 gelaufen. Trotzdem habe ich noch sehr viele Läufer am Schluß überholt. Und der 29. Platz macht die ganze Geschichte auch wieder besser.
Es waren 250 Läufer am Start. Der Lauf war wirklich schön durch den herbstlichen Wald und es herrschten angenehme Temperaturen. Anfeuerung gab es nur ganz wenig, dafür aber viele Fußgänger, Radfahrer und Hunde, die uns behinderten.
Die Organisation war aber ganz ok, außer dem Erdinger am Schluß. Das gab es leider nicht mehr. Da hätte man schneller laufen müssen.
Und jetzt ist erstmal Schluß mit Marathon, höchstens noch der Halbe in Stein.
[notice]
Zu den Vereinsresultaten[/notice]






„Es ging recht früh los in Radolfzell im Nebel aufgrund der engen Parkplatzsituation in Lindau, mal wieder eine verdammt kurze Nacht und dann auch noch schlecht geschlafen. Und das vor dem 25.! Ob das irgendwann mal besser wird? Ich bezweifle das mittlerweile. Im Bayerischen Hof gab es dann die Unterlagen und den Rucksack mit der Fahne, das ist vielleicht sogar besser als die Ballons. Man muß nicht so aufpassen das man irgendwo hängen bleibt. Und da es der Jubiläums-Marathon war, bin ich den mit nagelneuen und nicht eingelaufenen Schuhen gelaufen, hat ja geklappt. Der Startschuß fiel verspätet um 11:15 Uhr, vom Nebel war nichts mehr zu sehen aber zum Glück von der Sonne, es war sehr angenehm zum Pacen, zum schnell laufen eher nicht. Ich hatte auch Unterstützung durch einen zweiten Pacer für die 4 h und durch den Pacer für die 2 h, beim Halben natürlich! Die ersten 15 km liefen wir zusammen mit den Halben, es war doch recht eng und teilweise kam man nicht gut vorwärts. Danach waren die Halben weg und es lief besser. Die HM-Marke habe ich bei 1:59:10 passiert, fast perfekt. Mein Pacer-Kumpel lief zu der Zeit ca. eine halbe bis eine Minute vor mir, aber immer in Sichtweite. Danach dachte ich ich muß mal etwas essen, ein winziges kleines Stückchen Banane. Die Folge war übelstes Magenrumpeln, nie mehr! Ab km 25 lief es denn auch recht schleppend, ich war ja getapt ins Rennen gegangen und die Beine machten zunehmend Ärger. Am Schluß hat dann mein Pacer-Kumpel etwas langsamer gemacht sodaß wir gemeinsam über die Ziellinie laufen konnten. Es waren im Ziel 3:59:34, nicht schlecht. Die Viertele-Zeiten betrugen: 1:00:09, 59:00, 1:00:28 und 59:57. Wie immer habe ich natürlich die gesamte Truppe vom Anfang verloren aber am Schluß noch einige Läufer vor mir ins Ziel getrieben. Das wird sich auch nie ändern. Im VIP-Zelt beim Futtern habe ich dann noch drei Mitläufer von Stephan getroffen, alles auch mehrmalige TAR-Helden. Die kannten natürlich alle unseren Stephan, so klein ist die Welt. Mehr dann in zwei Wochen vom Bottwartal-Marathon.“