Laufbericht Arosa Trailrun

Absolutes Wetterglück hatte Jürgen bei seiner ersten Teilnahme am Arosa Trailrun. Auf der wunderschönen Strecke durch die Bergwelt um Arosa mussten 54 Kilometer mit rund 3300 Höhenmeter bewältigt werden. Auch wenn er aufgrund fehlender Trainings-Höhenmeter etwas Mühe hatte, konnte er sich trotzdem den Sieg in der AK 60 sichern. Wie es ihm ergangen ist, erzählt uns Jürgen in seinem Laufbericht:

„Eigentlich sollte der Irontrail T121 am ersten Augustwochenende mein Saisonhöhepunkt 2016 werden. Doch wenn der Kopf nicht will, macht es keinen Sinn 130 Kilometer durch die Alpen zu laufen. Weil ich auch noch eine ganze Nacht hätte durchlaufen müssen, entschied ich das Rennen nach 79 wunderschönen Kilometern in Tiefencastel abzubrechen, in den Zug zu steigen und zurück nach Davos fahren. Ich kam sogar rechtzeitig im Start- und Zielort an, um den Sieg-Einlauf von Stephan mitzuerleben. So wurde es doch noch ein toller Tag – trotz DNF (=Did Not Finish).
Natürlich herrschte jetzt in mir eine innere Unzufriedenheit, weshalb ich mich dazu entschloss beim Arosa Trailrun teilzunehmen. Weniger Kilometer und Höhenmeter, dafür viel mehr Genuss. So war der Plan.

Der Wettkampftag hätte besser nicht verlaufen können: Ein großes Frühstücksbuffet, eine humane Startzeit (7:30, man konnte herrlich ausschlafen) und dann noch Stephan als Begleiter. Was will man mehr um 53 Kilometer und 3300 Höhenmeter in Angriff zu nehmen?
Schon beim Start ging es ganz entspannt zur Sache, kein Gedränge, kein Scharren der Spitzenläufer, ein Schuss und man lief halt einfach los. Nach einer kurzen Runde durch Arosa, ging es gleich in den Anstieg in Richtung Weisshorn.

Gigantische Morgenstimmung kurz nach dem Start

Gigantische Morgenstimmung kurz nach dem Start

Die tolle Morgenstimmung ließen die ersten 800 Höhenmeter und die anfängliche Trägheit (fast 60 Lebensjahre lassen grüssen) rasch vergehen. Stephan machte mich auf eine junge Frau aufmerksam, die einen bemerkenswert gleichmäßigen Rhythmus anschlug. Das war ideal für mich, ich lief die nächsten Kilometer bis zur nächsten Verpflegungsstelle bei der Hörnlihütte hinter ihr her. Von hier aus ging es vorwiegend bergab bis nach Arosa. Es lief bei mir unheimlich gut, so dass ich mich von der jungen Frau deutlich distanzieren konnte. Aber das Sprichwort heißt, „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“. Beim Durchlauf des Zielgeländes warteten meine Frau und meine Tochter, um mich für die 2. Schleife mit 32 Kilometern zu motivieren. Stephan warnte mich schon, dass ein kleiner weniger schöner Abschnitt folgen wird. Man lief in eine Senke, vorbei an einer Kläranlage und einem kleinen Kieswerk, bevor es in den längsten Anstieg hinauf zur Maienfelder Furgga ging. Mit zunehmender Höhe spürte ich das fehlende Höhenmetertraining und die dünner werdende Luft. So hatte Stephan wenigstens Zeit genug die atemberaubende Landschaft zu genießen und ein paar Fotos zu schießen. Was nun folgte war ein absolutes Highlight! Die landschaftliche Schönheit der Strecke ließen die ganze Strapazen und einschleichende „Krämpfchen“ rasch vergessen. Plötzlich lief man durch ein Geröllhang, übersät von blauen und lila Blumen, dann wieder ein Schneefeld oder ein kleiner See. Wenn mein Rucksack größer gewesen wäre, ich glaube ich würde heute noch da oben rumlaufen.

Violette, blaue und gelbe Blumen auf rötlichem Gestein - was für eine Farbpracht auf 2500 m!

Violette, blaue und gelbe Blumen auf rötlichem Gestein – was für eine Farbpracht auf 2500 m!

So verging die Zeit zum Strelapass wie im Fluge. Von hier aus ging es dann kräftig bergab und ich wurde von der Realität wieder eingeholt. Meine Oberschenkel fingen an zu schmerzen. Ich hätte vielleicht doch ein paar Höhenmeter mehr trainieren sollen… Ich wusste nicht, ob ich langsam laufen oder schnell gehen oder einfach nur stehen bleiben soll. Aber irgendwie habe ich es geschafft das Berghaus „Heimeli“ im Tal zu erreichen, wo die nächste Verpflegungsstelle untergebracht war. Von hieraus folgte der nächste Anstieg auf die Chüpferalp. Schon komisch, plötzlich freute ich mich, dass es wieder bergauf geht. Oben angekommen, folgt man dem Schanfigger Höhenweg in Richtung Arosa. Ich dachte jetzt brauchst du es nur noch rollen lassen. Aber Stephan, der die Strecke vom letzten Jahr kannte, warnte mich: zum Schluss kommt noch ein giftiger Abstieg, der mit krampfenden Beinen nicht einfach werden würde. Und so war es dann auch. Während ich den Pfad heruntereirte, tauchte plötzlich die junge Frau wieder auf. Wir wechselten kurz ein paar freundliche Worte und dann war sie auch schon weg. Ganz ruhig und gleichmäßig wie zu Beginn. Nur konnte ich ihr jetzt beim besten Willen nicht mehr folgen. Ich weiß heute noch nicht, wie ich den letzten Abstieg überwunden habe, aber irgendwann erreichte ich doch noch das Ziel in Arosa, wo meine Familie ungeduldig auf mich wartete.
Trotz aller Strapazen, der Arosa Trailrun ist ein absoluter Traumlauf! Der Sieg in der AK60 war da nur noch das Tüpfelchen auf dem I!“

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Neue Lauf-Shirts sind da!

Alle Mitglieder des LT Radolfzell können wieder hochwertige Lauf-Shirts zu vergünstigten Preisen kaufen!
Finanziell unterstützt werden wir von Tobias Arbeitgeber, der BAUMER GROUP.
Die Shirts sind diesmal in gelb/orange mit blauer Beschriftung. Auf der Vorderseite ist das Logo der BAUMER GROUP, auf der Rückseite das neue LT-Logo aufgedruckt.
Bei bei den üblichen Trainingsterminen Dienstag, Mittwoch und Donnerstags werden Muster-Shirts mitgebracht. Hier kann man die Shirts anprobieren, um die passende Größe zu finden. Die Shirts sind diesmal von ERIMA und recht körperbetont geschnitten.

Kosten: 10 Euro.

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[important]Bestellungen können nur noch bis zum 10.09.16 entweder vor Ort bei den Trainingsterminen oder per E-Mail (lauftreff-radolfzell@gmx.de) getätigt werden.[/important]

 

Sportabzeichen mit dem LT Radolfzell

Unser langjähriges Mitglied Heinrich Bäcker, der schon seit Jahrzehnten für den Turnverein Donnerstags Abend das Sportabzeichen abnimmt, hat sich bereit erklärt, an zwei Mittwochen extra für den LT ins Stadion zu kommen und dort für uns die Abnahme vorzunehmen.

[important]Der letzte Termin für die Abnahme findet am 07.09.2016 um 19 Uhr im Stadion an der Markelfinger Straße in Radolfzell statt![/important]

Weitere Informationen können der Ausschreibung entnommen werden:

Ausschreibung Firmenlauf 2013

 

 

 

 

 

Höhenmeter satt beim Zugspitz Berglauf

Um für sein grosses Saison Highlight, den Allgäu Panorama Ultramarathon Höhenmeter zu sammeln und die nötige Wettkampfhärte zu bekommen, hat Tobias beim Zugspitz Berglauf (mittlerweile heisst er „SCOTT Rock the Top Vertical Challenge“) teilgenommen. Wie es ihm ergangen ist, könnt ihr in seinem Bericht lesen:
„Irgendwann in den letzetn Wochen kamen einem Freund und mir die Idee, zur Vorbereitung zum Allgäu Panorama Ultra noch ein paar Höhenmeter zu absolvieren. Also kam schnell der Vorschlag: „Lass uns doch am Zugspitz Berglauf teilnehmen“. Das sind knackige 16 km mit ca. 2200 HM.
Gesagt getan. Gestern am 22.07.2016 ging es los Richtung Leermoos. Dort angekommen noch etwas gegessen und ab ins Bett. Heute (23.07.2016) dann um 6:30 raus aus den Federn, duschen, etwas Frühstücken und ab nach Ehrwald um die Startunterlagen abzuholen.
Um 9:00 h ging es dann los. Mir war klar, dass dieser Lauf einfach nur hoch geht. Nicht umsonst trägt dieses Event den Namen „Vertical Challenge“. Die ersten 5 km liefen wie geplant. An der 1.ersorgungsstelle einen Biss Banane und weiter. Dann eine Skipiste (schwarz?) hoch. Die Waden waren kurz vor dem expoldieren. Oben angekommen ging es kurz bergab und dann über Steine und Geröll zum Gatterl hoch und weiter zur 2. Verpflegungsstelle. In diesem Abschnitt musste ich ein paar Plätze einbüsen. An der Versorgungsstele habe ich mir dann 2-3 Minuten gegönnt um zu essen und zu trinken.
Und ab auf das letzte Drittel. Jetzt wurde es nochmal hart. Fast Keiner war mehr am rennen. Einfach nur noch hoch durch Steine und teilweise Schnee. Auf den letzten 2 km merkte ich dann, dass die Luft in dieser Höhe doch dünner wurde.
Mein Ziel war es, in 3h zu finishen. Oben konnte ich dann noch mal alles mobilisieren. Zielzeit: 2:59:56,4 h. Geschafft.
Es war ein Traum bei diesem tollen Wetter, diesen Lauf absolvieren zu dürfen. Und als Vorbereitung hätte ich mir nichts besseres vorstellen können. Diese Höhenmeter geben (hoffentlich) Härte.

Tobias _Zugspitzlauf

Tobias kämpft sich auf die Zugspitze

Text und Bild: Tobias Deitenberg

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Hitzeschlacht im Ermstal, das gibt Härte!

Volkers Bericht vom Ermstal-Marathon, den er gemeinsam mit Tobias absolvierte:

Tobias läuft ja am 14. August den Allgäu-Panorama-Ultra-Marathon mit 70 km und 3000 HM. Also hatten wir uns überlegt, da kann ein Trainings-Marathon als langer Lauf sicher nicht schaden. Los ging es in aller Herrgottsfrüh bei noch recht angenehmen Temperaturen, das sollte sich aber ändern. Wir haben noch ein paar alte Bekannte am Start getroffen wie Frank, Martin und Ulrike. Immer wieder prima. Dann ging es los auf den 2 Runden-Kurs. Von Metzingen nach Bad Urach und zurück.

Am Anfang haben wir noch geflucht über die vielen Wasserstellen, Schwämme und Duschen. Ab km 25 wurde es so übel heiß, dass wir über jedes Wasser, das wir kriegen konnten froh waren. Im Ziel waren es dann 32 ° C. Die Strecke verlief natürlich zu 95 % in der Sonne ohne Schatten. Besonders grausam war es insgesamt 4 x am Freibad in Dettingen vorbeizulaufen.

Wir wollten den locker in 4 h laufen und sind dann in 3:56 h zusammen ins Ziel. Genau richtig als Training für den APU.

Ermstal-Marathon2016.0873

Volker und Tobias trotzen der Hitze

Bericht und Bild: Volker Wittke

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