Wettkampfstatistik 2018

Auch 2018 sind unsere Läufer weitgereist, um an vielen altbekannten und auch neuen Wettkämpfen teilzunehmen. Die größte Delegation des LT Radolfzell war traditionsgemäß beim Schienerberglauf anzutreffen, an dem immerhin 7 Läuferinnen und Läufer teilgenommenhaben, dicht gefolgt vom Konstanzer Frauenlauf und dem Staaner Stadtlauf mit jeweils 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Gruppe der Marathonis konnte beim Dreiländermarathon in Lindau, Brgenz und Sankt Margrethen mit Mark ein neues Mitglied gewinnen

Unangefochtener Spitzenreiter Wettkampfkilometern und Anzahl der Wettkämpfe war Volker mit durchschnittlich einem Wettkampf alle 2 Wochen. Die meisten davon waren Marathons; von der Aufnahme in den 100-Marathon-Club trennen ihn nur noch zwei Läufe.

Hier sind die einzelnen (vorläufigen) Auswertungen für 2018:

Silvesterlauf Tuttlingen

Wow, unter 1505 Teilnehmern waren auch 4 vom LT Radolfzell. Und dies bei nass kalten ca. -1 Grad Celsius.

Beim Start des Nordic Walking über 5 km verwechselten wohl ein paar die Disziplin. Denn anstatt zu walken, rannten sie gleich mit den Stöcken. Insgesamt kamen hier 167 in die Wertung. Michael Hartwig belegte inoffiziell den 4. Platz und ist gleichzeitig der älteste von den vieren. Neben ihm kamen ebenfalls Angelika und Karl-Heinz Fuchs in die Wertung.

Nikola Ferling gehörte beim 10 km-Lauf nicht nur zu den 713 Finishern, sondern belegte bei m/w den 309. Platz und von 201 Frauen den 48. Platz und, Hut ab, in der Altersklasse W45 den 3. Platz von 33 Finisherinnen .

Bericht und Bild: Michael Hartwig

Zu den Vereinsresultaten

38. Staaner Stadtlauf

Dem nasskalten regnerischen Schmuddelwetter trotzten zig Teilnehmer, Helfer, Zuschauer sowie 6 LT-ler (5 beim Halbmarathon, 20,8 km und einer beim Panorama Walking, 8,3 km). Der HM startete um 14:00 und der PW um 14:30. Dazwischen noch der VM, 10,8 km um 14:15. Bei der Kleidung war von kurz/kurz über lang/lang bis zum leichten Regenponcho, mit/ohne Kappe alles vertreten. Da die Kurse nicht nur über Asphalt, sondern auch über Schotterwege führten, wurden die Beine und Schuhe nicht nur nass, sondern auch entsprechend schmutzig.
Insgesamt gab es 958 glückliche und durchnässte Finisher (HM: 362, davon 271 Männer und 91 Frauen; PM: 29).

Zu den Ergebnissen.

Lavaredo Ultra

Es ist Samstag. Wolkenloser Himmel. Sonnenschein ohne Ende, jedoch fühlt es sich angenehm warm an. Der Lautsprecher dröhnt neben meinem Ohr: AC/DC – Highway to Hell, was sonst! Ich klatsche im Takt und bekomme Gänsehaut. Die Menschen um mich herum springen auf und ab. Ich fühle mich wie beim Open Air, jedoch stehe ich am Start meines Ultralaufs: der Cortina Trail in Cortina D´Ampezzo. Es ist der „kleine Bruder“ des Großen 120km Lavaredo Ultra Trails. 1600 Menschen sind bereit für ihr nächstes Abenteuer: 48 Km Trail und 2600 Höhenmetern im Gebirge der Dolomiten.

Es geht los. Ich laufe irgendwo hinten an. Habe keinen Druck. Ich genieße das lockere Tempo und die gute Atmosphäre bei den Italienern. Die ersten 3 km sind locker und wir ziehen durch die Stadt bis zum ersten Anstieg. Die meisten ziehen prompt ihre Laufstöcke aus. Ich bin eingesperrt und muss mich anreihen. Ich trabe gezwungenermaßen erstmal die ersten 8km mit der Menge mit. 500 Höhenmeter geht’s hoch auf einem breiteren Trail, entlang kleiner Seen und dichten Tannenwäldern. Zwischendurch passt es für ein paar Überhohlmanöver, muss aber aufpassen das ich nicht den Abhang runterfalle.

Wir schlängeln uns weiter den Berg hinauf und werden belohnt mit großartigen Aussichten. Ich grinse zum ersten Mal und bekomme diesen Gesichtsausdruck den ganzen Lauf nicht mehr los. Es ist wirklich ein schönes Gebiet das mich an den Grand Canyon oder Neuseeland erinnert. Nach einem kurzen Downhill geht es stetig entlang eines Flussbetts hinauf. Immer wieder tunke ich meine Kappe in das kristallklare, eiskalte Wasser frischer Gebirgsbäche. Es gibt nichts Schöneres. Wir überqueren mehrere Flüsse auf dem Weg nach oben. Ich halte ein komfortables Tempo und überhole langsam noch mehr Leute. Der erste Checkpoint erreiche ich nach 2.5H. Doch lange will ich nicht stoppen. Meine Beine sind weiterhin frisch. Das Terrain ändert sich von hartem Geröll zu lockerem, verwurzeltem Single Trails. Es macht richtig Spaß. Das nächste Downhill steht an und ich freue mich schon auf mein Rendezvous mit meiner Frau Katie bei KM 26. Jeder der mal einen langen Lauf gemacht hat weiß wie schön es ist, wenn man jemand sieht den man kennt. Katie hat natürlich alles Wichtige dabei: Cola, Limonade und ich esse eine Tortilla mit Avocado und Salsa. Endlich was richtiges Essen. Yum!

Die Speicher sind wieder gefüllt und es geht weiter. Ich fühle mich nach dem Essen beflügelt und überhole weiterhin. Das Auf und Ab kommt jetzt vermehrt. Es geht knackig hoch und rasant wieder runter, insgesamt 6-mal. Ich laufe auf ca. 2300m Höhe aber es wird nicht langweilig: Technische Segmente die ich mit Händen und Füssen fast schon klettern muss reihen sich an Single Trails die wie im Bilderbuch geschaffen wurden. Nach 36 km haben ich den letzten Gipfel erreicht und der harte Abstieg beginnt: 1200m in 9km. Erstmal locker, dann einfach geradeaus nach unten, ohne jegliche Entlastung der Oberschenkel und Fußgelenke. Ich versuche es laufen zu lassen, aber merke das ich zu schnell werde und meinen Oberschenkeln nicht mehr traue. Jetzt wären Stöcke bestimmt hilfreich.

Noch 3km. Ich sehe Cortina zum ersten Mal und freue mich endlich aufs Ziel. Noch 1km. Die Beine sind ziemlich „Schnitzel“ und ich schließe mich einem türkischen Läufer an der genauso leidet wie ich. Wir pushen uns beide im Yo-Yo weiter. Zusammen probieren wir das Tempo irgendwie aufrechtzuhalten. Die Menge ist da und feuert uns an. Ich bin euphorisch. Im Zieleinlauf gebe ich der Menge High 5`s und fange fast schon an zu Sprinten. Nach 7.25.48h, als 362er von 1678, komme ich im Ziel an.

Es war der perfekte Tag und das perfekte Rennen für mich. Alles hat gepasst. Cortina ich komme wieder!

Bericht und Bilder: Sebastian Cormier

Strahlender Sonnenschein, strahlende Teilnehmerinnen – LT am Start beim Konstanzer Frauenlauf

Am Sonntag, den 22. April 2018 waren wir zahlreich beim Konstanzer Frauenlauf vertreten. Bärbel, Pia, Sandra, Veronika, Inge und Anja – alle aktiv in der Dienstagsgruppe – gingen gemeinsam in ihren leuchtend orangenen Shirts an den Start. Bei strahlendem Sonnenschein meisterten alle die 7,2 km lange Strecke am Bodensee entlang mit Bravour und liefen mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht ins Bodenseestadion ein, um ihre wohlverdiente Rose in Empfang zu nehmen. Highlight zum Abschluss – der Gewinn einer Musikmassage zur schnellen Regeneration bei der Tombola.