Bestzeitenwetter beim Staaner Stadtlauf in der Schwyzz.

Krankheits- und alkoholbedingt gab es leider schon vor dem Start 2 Ausfälle aber es sind trotzdem 8 LT-ler*innen bei besten Wetter am 1. Advent für den LTR an den Start gegangen.

Inge hat das Viertele in hervorragenden 72 Minuten geschafft und das auch noch schneller als in Bregenz. Langsam kommt sie super in Schwung!
Thomas ist ebenfalls nach seiner Männergrippe das Viertele angegangen und war nach 48 Minuten im Ziel, und das trotz Extra-Runde und Start-Chaos.

Stefan ist natürlich Bestzeit gelaufen mit 1:25, der Lauf war ja auch ohne Sturm und Wind, und er war total zufrieden damit. Und trocken war es ja auch.
Mark hat ebenfalls eine Bestzeit raus gehauen und das mit zweimaligem Zielsprint gegen einen Schweizer Läufer, den er natürlich nieder gesprintet hat.
Andi wollte einen 5-er Schnitt laufen und ist dann mal locker in 1:43 rein gekommen, und das alles ohne Ziepen des Kadavers.
Bärbel war mit Ihrer Zeit nicht so zufrieden, aber sie war in der Woche vorher auch leicht erkältet. Aber trotzdem in 1:55 rein, Respekt!

Katie wollte mit Volker zusammen zur neuen Stein am Rhein-Bestzeit laufen, und das haben die beiden dann auch direkt ins Auge gefasst.
Die Uhr des Pacers wollte leider nicht starten und deshalb war derselbe ziemlich stinkig auf der ersten halben Runde. Aber dann ging es.
Gefühlsmäßig waren die ersten 5 km zu schnell und ich hatte schon Angst wegen „überpacen“! Aber dann – egal. Den Vorsprung halten wir. Von Hemishofen nach Ramsen raus lief es recht locker und ich musste den Butler machen mit Wasser reichen und Handschuhe zurückbringen. Der Speed passte und es ging locker raus, dann kam die Wende bei Ramsen und die ersten 10 waren schon rum.

Jetzt ging es zurück nach Hemishofen und bei km 14 bis 15 wurde es ein bisschen langsamer. Jetzt kam der 15-Hill, der gefürchtete! Aber wir haben kaum Zeit verloren, jetzt wurde es doch mühsam und die Zeiten a bisserl schlechter. Arbeit für den Pacer!
Ab 17 ging es nur noch runter, die letzte Verpflegung gespart und Attacke. Aber leicht gesagt als getan. Ich bin dann immer ein kleines Stück vorgelaufen und besser ziehen zu können und habe Katie motiviert.

Marina und Tom haben an der Strecke auch noch geholfen mit Ihrem tollen Support.

Und dann kamen die letzten 4 Kurven und der Zielsprint. Wir haben es natürlich geschafft auf letzter Rille. 1:45. Neue PB für die Stein am Rhein Strecke!!

Am Schluss waren dann alle LT-lers wieder glücklich und zufrieden. Bis nächstes Jahr zum 40. Staaner! Und dann gerne wieder mit noch mehr LT-ler*innen am Start, das war wirklich ein schönes Team-Event.

Geschrieben von Volker Wittke

3-Länder-Marathon, Lindau/Bregenz

Am Sontag den 6.10.2019 waren wir stark repräsentiert beim 3-Länder-Marathon in Lindau/Bregenz. Insgesamt waren 10 LTR Mitglieder unterwegs. 3 haben erfolgreich beim Viertelmarathon teilgenommen, 5 waren beim Halbmarathon dabei und 2 beim Marathon. Alle sind glücklich ins Ziel gekommen und haben ihre individuellen Ziele erreicht. Wir gratulieren alle LäuferInnen zum tollen Erfolg!

Hier berichtet Stefan Buhl über sein Marathon Erlebnis.

Der perfekte Lauf: Marathon in 3:04:59

Stefan hat den dritten Versuch gestartet, die 3:10-Marke im Marathon zu knacken. Vor zwei Jahren war es zu windig, letztes Jahr zu warm. Nach windigem und nassem Samstag hatte das Wetter dann am Sonntag endlich ein Einsehen: ganz überwiegend trocken, windstill, 10-15 Grad. Perfektes Wetter; die Standardausrede war gestrichen.

Heute also sollte es sein. Volles Risiko, also flott losgelaufen. Und dieses Mal passierte Wundersames: Es lief, und zwar so, wie es soll. Das erste Drittel war nicht langsam, aber dann wurde es sogar noch etwas schneller. Die erste Hälfte war trotz kurzem Boxenstopp nach 1:32:53 erledigt, und weiter geht’s. Stefan wusste also, wie es geht; also das Ganze gleich nochmal (nur etwas schneller). In Sankt Margrethen, wo es normalerweise mühsam wird, hat die tolle Stimmung bei den Schweizer Zuschauern Stefan nochmals Auftrieb gegeben, der ihn mit Müh und Not die folgenden elenden Kilometer am Hochwasserdamm hat überstehen lassen.

Ab da geht’s normalerweise wieder, weil das Ziel langsam in Sichtweite kommt. 10, 12 Kilometer gehen immer, auch wenn es da schon sehr weh tut.

Aber es lief: Die Zielzeitprognose der Laufuhr wollte von den 3:06 schon länger nichts mehr wissen und stellte etwas um die 3:05 in Aussicht. Die Beine wollten da schon länger nicht mehr, aber auf solche Befindlichkeiten konnte Stefan natürlich keine Rücksicht nehmen.
Spätestens ab dem 40er-Schild, Stefan war noch immer zeitlich bestens dabei, war er sich aber überhaupt nicht mehr sicher, ob die Sache gut ausgehen würde. Keine Krämpfe in den Beinen, aber die Muskeln wurden immer härter und unbeweglicher. Spannende Frage, ob die Strecke oder die Beine zuerst am Ende sein würden.

Die Zielzeitprognose oszillierte immer noch um die 3:05 herum. Jetzt schlapp zu machen, war überhaupt keine Option, denn die Chance auf diese Zeit würde in diesem Leben vielleicht nie wieder kommen. Irgendwie gingen die letzten Kilometer nochmals in 4:21 min./km weg (sogar noch einen Ticken schneller als die Gesamt-Pace), aber Spaß ist etwas anderes; und die Strecke hätte nicht einen Meter länger sein dürfen. Der charmante Mark (gut erholt und tiefenentspannt nach seinem ebenso erfolgreichen Halbmarathion) meinte, der Anblick von Stefan im Zieleinlauf sei kein schöner gewesen…

Halbmarathon auf der Reichenau

Am 15.9.2019 habe ich mich überreden lassen und bin, zum ersten Mal, beim Reichenau Halbmarathon mitgelaufen.

Weil ich schon letzte Woche beim 20km Schinkenlauf in Schwarzwald teilgenommen habe, habe ich ein bisschen gezweifelt, ob das überhaupt vernünftig wäre, noch einen Wettkampf zu absolvieren. Aber, Sonntag früh ging es mir und meinen Beinen gut und wenn der Wettkampf quasi vor der Haustür stattfindet, die Sonne so scheint, und 3 anderen netten LTR Kollegen dabei sind, wer kann da schon „nein“ sagen?! 

Wie es so kam, stand ich nun um 10:25, in ziemlich dickem Nebel und ohne die versprochene Sonne, mit Stefan Buhl (das Geburtstagskind), Mark Köller und Julian Hoffmann an der Startlinie.

Mit einer Ziel-Zeit von 1:50 in Kopf, lief ich los. Die Halbmarathon Strecke auf der Insel Reichenau geht über drei, jeweils ca. 7km langen, Runden. Im ersten Abschnitt geht es für 3km leicht aufwärts, gefolgt von flachen Passagen und einem bergab Stück, bis man wieder ins Stadion trabt.

Die erste Runde lief problemlos (Fotos von Michael Hartwig beim 5km Posten, zeigen noch lächelnde Gesichter!) und im Stadion gab ich fröhlich meinen Töchtern einen „high five“! In der zweiten Runde wurde ich schon deutlich langsamer. Hm, dachte ich, irgendwas stimmt nicht. Dann kam NOCH eine Runde, und nochmal dieser blöde Anstieg. Uff, jetzt wurde es richtig anstrengend, ich wurde nur noch überholt und die Beine und der Kopf haben einfach nicht mehr mitgemacht.

Schlussendlich bin ich mit einer enttäuschenden Zeit von 1:54, ins Ziel gestolpert und habe mich sofort auf die schöne, weiche Wiese gelegt. Völlig daneben und völlig erschöpft. Der 2. Wettkampf in 2 Wochen war für mich doch ein Schritt zu weit. 

Zum Glück hatten unsere Männer mehr Erfolg und waren alle richtig schnell. Stefan kam als erstes LTR Mitglieder, mit einer „blitz-schnellen-Geburtstags-Geschenk“ Zeit von 1:28:16 ins Ziel. Mark und Julian kamen dicht nebeneinander, mit Zeiten von 1:37:35 und 1:37:54, an. Super Leistung Jungs!! 

Überraschenderweise, habe ich mir den 3. Platz in meiner Altersklasse geschnappt und eine riesige Gurke als Preis gewonnen!! Every cloud has a silver lining!!!

Ich freue mich auf unseren nächsten „Team Event“ in Lindau in 3 Wochen. Da kann es für mich nur besser werden!! 

Bericht von Katie Cormier

Volker und Tobi laufen den Allgau Panorama Ultra

Der verdammte Wecker klingelte um 3:30, und wer mich kennt weiß wie ich so etwas hasse am Sonntag! Aber beim Allgäu-Panorama-Ultra-Marathon in Sonthofen mache ich dafür auch mal gerne eine Ausnahme. Ich hatte nur zwei Stunden die Nacht geschlafen und war doch ziemlich fit. So sieht es auf dem Foto jedenfalls aus.

Wir wollten die knapp 70 km lange Strecke mit nur 3250 Höhenmetern zu viert bewältigen. Tobi und meine beiden Pacer-Kumpels Armin und Harald waren dabei. Um 6 Uhr ging es endlich los.

Strahlend blauer Himmel und los ging es in den Sonnenaufgang. Das ist immer unglaublich schön im Allgäu! Die ersten Kilometer liefen super und ich wusste direkt, dass ich heute einen Sahne-Tag erwischt hatte.

Wir sind alle 4 zusammen gelaufen, aber Tobi hing ab und zu ein bisschen zurück. Das machte mir schon Sorge.Und hinter dem Schwabenhaus ging es auch schon wieder los, das erste Viehgatter und schon standen die Kühe wieder im Weg rum. Ich habe mich dann entschieden hinten an den Kühen vorbei zu rennen, besser dem Huf ausweichen als umgerannt zu werden.

Auf dem Ziegenpfad runter habe ich mir dann immer nur den linken Fuß angehauen, das war ziemlich schmerzhaft.Und in der Folge habe ich dann immer bergrunter Geschwindigkeit raus genommen, die Sturzgefahr war leider immer da.

Den ersten cut-off in Grasgehren hatten wir ganz locker zusammen erreicht. Die erste richtige Futterpause, alles rein was ging.

Aber die lieben Kollegen haben so getrödelt, dass ich dann doch alleine weiter gelaufen bin. Etwas langsamer und in der Hoffnung, dass die Jungs wieder zu mir aufschliessen. Die kamen aber nicht mehr ran. Und so kamen die recht schweren km von 20 – 40. Ich war frustiert da alleine rum zu laufen, aber es nützte ja nichts.

Dann kam der Hörnle-Pass in Austria im Kleinwalsertal und endlich der super leckere Kuchen. War der lecker, OMG!!! Und dann kam der elende Aufstieg zum Söllereck, ziemlich verhasst bei mir aber doch irgendwie geschafft. Und auf einmal war das Tief überwunden und ich konnte wieder richtig Gas geben und Läufers einsammeln. Ab Grasgehren hatte mich übrigens keiner mehr überholt, außer LIWA-Kalle. Aber der ist immer schneller als ich.

Langsam tauchte dann Oberstdorf auf und die Skischanzen. Und ich wusste: Jetzt wird es noch einmal richtig hart. Das Sonnenköpfle drohte mit seinen elenden Gehpassagen. Aber sogar da hatte ich noch Läufer überholt. Und dann war ich endlich oben und wusste: Jetzt kommt keine Steigung mehr. Also Attacke und runter rennen. Es lief und ab km 65 wurde es doch sehr sehr heiß. Es war mittlerweile fast 30°C. Aber egal – Schlußspurt! Und da war schon das Ziel, recht locker in 9:09 ins Ziel gelaufen. Dann kam das lange Warten. Tobi kam in 10:08 an. Wir waren beide total glücklich das wir wieder ein Steinmännle bekommen haben.


Nächstes Jahr schaffen wir es dann endlich mal gemeinsam ins Ziel zu laufen. Aller guten Dinge sind 3!!!

Ein perfekter Tag in Grindelwald.

Hier der Bericht vom 100km Lauf in den Alpen im Sauerlandkurier: https://www.sauerlandkurier.de/sport/lokalsport/tobias-deitenberg-finisht-eiger-ultra-trail-12874549.html